Webfleet Commercial Trip Monitor zeigt, wie sich Verkehrsbedingungen für Fuhrparks in Städten entwickeln
Posted by: Isabelle Riederer
Der neue Webfleet Commercial Trip Monitor nutzt reale Fuhrparkdaten, um zu zeigen, wie gut Transporter und Lkw in europäischen Städten vorankommen und wie sich die Bedingungen über die Zeit verändern.
Webfleet, die weltweit bewährte Flottenmanagementlösung von Bridgestone, hat auf der IAA Transportation den Commercial Trip Monitor vorgestellt. Der kostenlose Online-Benchmark erfasst, wie einfach oder anspruchsvoll es für Transporter und Lkw ist, sich in 32 bedeutenden europäischen Städten zu bewegen. Die ersten Ergebnisse zeigen: In vielen Städten Europas werden die Bedingungen für den gewerblichen Verkehr zunehmend schwieriger.
Der monatlich aktualisierte Monitor basiert auf anonymisierten und aggregierten Daten von Nutzfahrzeugen und zeigt, wie sich die Bedingungen für Fuhrparks im Zeitverlauf verändern. Schon kleine Veränderungen bei der zurückgelegten Strecke oder der Leerlaufzeit können für Fuhrparkbetreiber schnell zu Produktivitätsverlusten, höherem Kraftstoffverbrauch und zusätzlichen Emissionen führen. Da der Monitor ausschliesslich wiederkehrende gewerbliche Fahrten und nicht den allgemeinen Verkehr betrachtet, erhalten Unternehmen und städtische Akteure ein klareres Bild davon, wo sich die Bedingungen für den innerstädtischen gewerblichen Verkehr verbessern oder verschlechtern.
Nutzer können Städte anhand von zwei zentralen Kennzahlen vergleichen und ihre Entwicklung über die Zeit verfolgen:
• 15-Minuten-Reichweite misst, wie weit ein typischer Transporter oder Lkw innerhalb eines festgelegten Zeitraums von 15 Minuten fahren kann. Ein höherer Wert bedeutet, dass Fahrzeuge in derselben Zeit eine größere Strecke zurücklegen.
• Leerlaufintensität misst, wie viel Zeit einer typischen Fahrt das Fahrzeug mit laufendem Motor im Stillstand verbringt. Ein höherer Prozentsatz bedeutet, dass ein größerer Teil der Fahrt auf den Stillstand entfällt.
Die ersten Ergebnisse für 2026 zeigen deutliche Unterschiede zwischen Städten und Ländern:
• Die Städte mit den besten Bedingungen für Fuhrparks: Auf Basis der durchschnittlichen monatlichen Rankings seit Beginn des Jahres 2026 erzielten Zaragoza (Spanien), Apeldoorn und Utrecht (beide Niederlande) die höchsten Werte bei der 15-Minuten-Reichweite.
• Die Städte mit den schwierigsten Bedingungen für Fuhrparks: Berlin (Deutschland), Paris (Frankreich) und Krakau (Polen) wiesen 2026 die niedrigsten durchschnittlichen Werte bei der 15-Minuten-Reichweite auf. Berlin belegte bei der durchschnittlichen 15-Minuten-Reichweite insgesamt den letzten Platz.
• Rückgänge in Deutschland: In München, Leipzig und Hamburg legten Fuhrparks innerhalb von 15 Minuten jeweils 4,4 Prozent, 4,3 Prozent beziehungsweise 3,3 Prozent weniger Strecke im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2025 zurück.
• Polen verbessert sich flächendeckend: Polen war das einzige Land, in dem sich in jeder untersuchten Stadt die 15-Minuten-Reichweite im Jahresvergleich verbesserte. Gleichzeitig blieben die Standzeiten in nahezu allen vergleichbaren Monaten stabil oder gingen zurück.
• Gemischtes Bild in Italien: Rom und Mailand verbesserten ihre 15-Minuten-Reichweite im Jahresvergleich. Gleichzeitig verzeichnete Mailand mit 21 Prozent die höchste Leerlaufintensität in Europa: Bei einer typischen Fahrt stand das Fahrzeug 21 Prozent der Zeit mit laufendem Motor. In Paris waren es 16 Prozent.
«Der Webfleet Commercial Trip Monitor ermöglicht einen klareren Blick auf die urbane Mobilität aus der Perspektive des gewerblichen Verkehrs», sagt Jan-Maarten de Vries, President Fleet Management Solutions bei Bridgestone. «Nutzfahrzeuge erleben Städte anders als Pendler oder Privatpersonen. Sie fahren andere Routen, unterliegen anderen Vorschriften, legen zahlreiche Zwischenstopps ein und müssen be- und entladen werden. Wenn sich die Bedingungen durch Verkehrsüberlastung, Baustellen, Umweltzonen, neue Vorschriften oder Grossveranstaltungen verändern, spüren Fuhrparkunternehmen die Auswirkungen häufig als Erste. Selbst vergleichsweise kleine Veränderungen können sich auf Produktivität, Betriebskosten, Treibstoffverbrauch und Emissionen auswirken.»
Neben den beiden Kernkennzahlen können Nutzer einzelne Städte detaillierter analysieren. Dazu gehören unter anderem Fahrtenvolumen, zurückgelegte Strecke, CO₂-Emissionen, Kraftstoffverbrauch sowie lokale Faktoren, die die Bedingungen für den gewerblichen Verkehr beeinflussen.
Der Webfleet Commercial Trip Monitor greift auf eines der größten Ökosysteme vernetzter Fahrzeuge in Europa sowie auf die mehr als 25-jährige Erfahrung von Webfleet in der Unterstützung europäischer Fuhrparkunternehmen zurück. Ziel ist es, Daten in bessere Entscheidungsgrundlagen zu übersetzen.
Damit die Vergleiche aussagekräftig sind, werden Fahrten zu vergleichbaren Routenfamilien zusammengefasst und mithilfe einer Fixed-Panel-Methode ausgewertet. Diese wurde entwickelt, um Veränderungen über die Zeit konsistent zu erfassen. Für die Entwicklung der Methodik und die Verarbeitung der Daten arbeitete Webfleet mit dem Mobilitätsspezialisten Mobito zusammen. Die Methodik kombiniert Fuhrparkdaten mit fortschrittlichen Mobilitätsanalysen, um relevante Entwicklungen bei der Bewegung von Nutzfahrzeugen in europäischen Städten zu identifizieren. (pd/ir)
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