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27.07.2026

Mercedes-Benz und Hydro vertiefen ihre Partnerschaft

Mercedes-Benz und Hydro bauen ihre Partnerschaft aus, um Aluminium in Europa zu dekarbonisieren. Damit tragen beide Unternehmen zur Senkung von Emissionen bei und stärken zugleich resiliente Wertschöpfungsketten.

Mercedes-Benz und Hydro vertiefen ihre Partnerschaft

In einem ersten Schritt setzt Mercedes-Benz als erster Automobilhersteller in Europa Hydro CIRCAL in der Serienproduktion der nächsten Generation großer Elektrofahrzeuge ein. Das recycelte Aluminium enthält mindestens 75 Prozent Post-Consumer-Rezyklat – eine deutliche Steigerung gegenüber rund 25 Prozent im derzeit gelieferten Material. Grundlage sind moderne Recyclingverfahren, die Aluminium aus Altfahrzeugen, Gebäuden und Infrastruktur zurückgewinnen und erneut in Automobilanwendungen einbringen.

Mercedes-Benz und Hydro arbeiten weiter daran, den CO₂-Fußabdruck von Aluminium im industriellen Maßstab zu reduzieren. Im Zentrum der Partnerschaft steht dabei die Zusammenarbeit bei CO₂-reduziertem Primäraluminium. Dazu gehören zusätzliche Mengen von Hydro REDUXA für Mercedes-Benz sowie das gemeinsame Ziel, den CO₂-Fußabdruck dieses Materials schrittweise weiter zu senken.

Als ergänzende Lösung halten die Unternehmen mit Hydro CIRCAL Aluminium im Kreislauf. Das trägt dazu bei, die wachsende Nachfrage zu decken, reduziert den Bedarf an neuen Rohstoffen und senkt den CO₂-Fußabdruck insgesamt. Zugleich zeigt sich, dass hohe Anteile an Post-Consumer-Recyclingmaterial möglich sind, ohne die strengen Anforderungen an Performance, Qualität und Sicherheit zu beeinträchtigen. Wird Aluminium in Produktionsnähe gesammelt, wiederaufbereitet und wiederverwendet, entstehen kürzere, effizientere und resilientere regionale Lieferketten.

Aluminium spielt eine zentrale Rolle in der Materialstrategie von Mercedes-Benz. Gemeinsam mit seinen Partnern arbeitet Mercedes-Benz daran, die Aluminium-Lieferkette zu dekarbonisieren. Die recycelten und CO₂-reduzierten Produkte von Hydro werden unter Einsatz erneuerbarer Energien und mit einem hohen Anteil an End-of-Life-Schrott hergestellt. Zudem ist die Lieferkette chargengenau nachvollziehbar.

Im Dezember 2022 unterzeichneten Mercedes-Benz und der norwegische Aluminiumhersteller Hydro eine Absichtserklärung (Letter of Intent) für eine CO₂-arme Technologie-Roadmap für die Jahre 2023 bis 2030. Im Jahr 2024 erweiterten Mercedes-Benz und Hydro ihre Zusammenarbeit auf die gesamte Aluminium-Wertschöpfungskette – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Gemeinsam starteten die Unternehmen das Corridor-Programm in Brasilien, mit dem sie soziale Verantwortung und die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entlang der Lieferkette stärken.

Bereits heute bezieht Mercedes-Benz für ausgewählte Aluminiumkomponenten in der Serienproduktion Aluminium von Hydro, das durch Elektrolyse aus erneuerbaren Energien hergestellt wird (Hydro REDUXA). Mit einem CO₂-Fußabdruck, der mehr als 70 Prozent unter dem globalen Durchschnitt liegt, unterstreicht das Material das Potenzial für weitere Emissionsreduzierungen in Automobilanwendungen.

Mit dieser Partnerschaft adressieren beide Unternehmen eine zentrale Herausforderung der Industrie: Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit miteinander zu verbinden. Regionale Wertschöpfungsketten, Ressourceneffizienz und enge Zusammenarbeit entlang der Lieferkette sind wesentliche Voraussetzungen für den Wandel hin zu CO₂-armer Mobilität.

 

 

 

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