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22.09.2026

TCS Winterreifentest 2026: Erhebliche Differenzen in Sicherheit und Laufleistung

Der TCS führte Tests mit 32 Winterreifen in zwei verschiedenen Grössen durch. Besonders auf nasser Strasse wurden erhebliche Unterschiede deutlich. Beispielsweise variiert der Bremsweg bei Reifen für Kleinwagen zwischen dem schlechtesten und dem besten Modell aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h um nahezu 18 Meter. Zudem empfiehlt der TCS, von sechs Modellen der Mittelklassereifen komplett abzusehen.

Winterreifen sind speziell darauf ausgelegt, in der kalten Jahreszeit bei Schnee, Eis und nasser Fahrbahn eine erhöhte Sicherheit zu gewährleisten. In einer aktuellen Untersuchung der Test & Technik Abteilung des Touring Club Schweiz wurden 16 Reifenmodelle in den Größen 185/65 R15 88T/H und 225/50 R17 98V getestet. Die Bewertung erfolgte anhand von 19 Kriterien in den Hauptkategorien «Fahrsicherheit» und «Umweltbilanz». Als Testfahrzeuge wurden ein Skoda Fabia und ein Audi A4 Avant verwendet.

 

Kleinwagenreifen: Zwei Modelle «sehr empfehlenswert»

Für Kleinwagen wie VW Polo, Audi A1, Hyundai i20, Renault Clio, Citroën C3, Skoda Fabia oder Toyota Yaris ist die Größe 185/65 R15 88T/H passend.

Der Continental Winter Contact TS 870 und der Michelin Alpin 7 sind an der Spitze und werden als «sehr empfehlenswert» eingestuft, besonders wegen ihrer Fahrsicherheit. Die Reifen Hankook Winter i*cept RS3, Linglong Sport Master Winter, Optimo Winter Touring OW41, Goodyear Ultra Grip Performance 3 und GT Radial WinterPro2 Evo erhalten die Bewertung «empfehlenswert». Diese fünf Modelle zeigen Schwächen, vor allem auf trockener Fahrbahn, und im Fall des LingLong zusätzlich auf winterlichen Strassen, was eine höhere Bewertung verhindert.

Die Reifen Bridgestone Blizzak LM 005, Nokian Tyres Snowproof 2, Vredestein Wintrac, Barum Polaris 6, Kumho Winter Craft WP52+ und Viking Win Tech NewGen werden nur als «bedingt empfehlenswert» bewertet. Beim Bridgestone ist der Gegensatz zwischen hervorragender Nassleistung und geringer Laufleistung auffällig. Der Sunny Winter-max NW611, Atlas Polarbear HP und Rockblade Rock 868S sind «nicht empfehlenswert», da sie alle auf nasser Fahrbahn schlechte Leistungen zeigen.

 

Fast 18 Meter Unterschied beim Bremsweg

Die Bedeutung dieser Unterschiede für die Sicherheit wird durch einen Vollbremsungstest aus 80 km/h auf nassem Asphalt verdeutlicht. Hierbei erreicht der Bridgestone Blizzak LM 005 nach 33,5 Metern den Stillstand, während das gleiche Fahrzeug mit dem Rockblade Rock 868S erst nach 51,4 Metern anhält, was einem Mehr von 17,9 Metern entspricht. Dort, wo das Fahrzeug mit dem Bridgestone bereits steht, fährt das mit dem Rockblade noch etwa 47 km/h.

Die Laufleistungen in dieser Dimension sind ebenfalls vergleichsweise gering. Sie liegen im Durchschnitt bei etwa 31'000 Kilometern. Dabei erreicht der Kumho Winter Craft WP52+ mit rund 40'000 Kilometern den höchsten Wert, während der Bridgestone mit etwa 22'400 Kilometern den niedrigsten aufweist. Keiner der Reifen in dieser Dimension erreicht insgesamt eine «gute» Bewertung in der Umweltbilanz.

 

Mittelklassereifen: Vier Modelle an der Spitze

Die Größe 225/50 R17 98V wird unter anderem auf Fahrzeugen wie Audi A4 und A5, Skoda Octavia, Peugeot 3008 und 5008 sowie bei verschiedenen Modellen von BMW und Mercedes verwendet. Die Ergebnisse an der Spitze fallen hier besser aus: Vier Reifen sind «sehr empfehlenswert», sechs «empfehlenswert». Sechs Modelle sind jedoch «nicht empfehlenswert».

Der Pirelli Cinturato Winter 3 und der Continental WinterContact TS 870 liefern die besten Ergebnisse, indem sie sowohl bei der Fahrsicherheit als auch bei der Umweltbilanz überzeugen. Ebenfalls als «sehr empfehlenswert» gelten der Goodyear UltraGrip Performance 3 und der Michelin Alpin 7.

Der TCS bewertet den Bridgestone Blizzak 6, Hankook Winter i*cept RS3, ESA+TECAR Supergrip Pro2, Dunlop Winter, Vredestein Wintrac Pro+ und Yokohama BluEarth Winter V906 als «empfehlenswert». Besonders hervorzuheben ist der neue Dunlop, der die beste Umweltbilanz des gesamten Testfeldes aufweist, jedoch in der Fahrsicherheit nicht ganz mit den Spitzenreifen mithalten kann.

 

Von sechs Modellen rät der TCS ab

Die Modelle Falken Eurowinter HS02 Pro, Toyo Tires Observe EWS1, Tracmax Ice-Plus S210, Aptany RW211, Royal Black Royalwinter UHP und Sunwide Snowide werden als «nicht empfehlenswert» klassifiziert, da sie alle in der Fahrsicherheit nur mangelhafte Bewertungen erreichen. Insbesondere bei winterlichen Fahrbahnbedingungen zeigen der Falken und der Toyo signifikante Schwächen, während Tracmax und Aptany vor allem auf nasser beziehungsweise winterlicher Fahrbahn schlecht abschneiden. Sowohl bei trockener als auch bei nasser Fahrbahn weisen der Royal Black und der Sunwide erhebliche Mängel auf.

Auch hier werden die Bremsunterschiede deutlich. Auf nassem Asphalt kommen der Continental Winter Contact TS 870 und der Pirelli Cinturato Winter 3 aus einer Geschwindigkeit von 80 km/h nach 34,7 Metern zum Stillstand. Der Sunwide Snowide benötigt 46,3 Meter. (pd/mb)

 

www.tcs.ch

 

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