Professionelles Batteriemanagement hält Flotten einsatzbereit
Posted by: Fabio Simeon
Leere Fahrzeugbatterien können für Flotten und Gewerbebetriebe schnell teuer werden. CTEK empfiehlt deshalb einen präventiven Ansatz: Wer Batterien regelmässig prüft und lädt, kann Ausfälle vermeiden, die Lebensdauer verlängern und Kosten reduzieren.
Ob Pflegedienst, Logistikunternehmen, Handwerksbetrieb oder klassischer Dienstwagenfuhrpark: Fällt ein Fahrzeug aus, entstehen schnell zusätzliche Kosten und wertvolle Zeitverluste. Gerade moderne Fahrzeuge mit Telematik, GPS-Trackern, Standheizungen oder Funktechnik benötigen auch im Stand kontinuierlich Energie. Auf Kurzstrecken reicht die Fahrzeit zudem häufig nicht aus, um die Batterie vollständig nachzuladen.
Die Folge kann eine dauerhaft unzureichende Ladung sein. Laut CTEK können sich dadurch Bleisulfatkristalle bilden, welche die Batteriekapazität dauerhaft reduzieren und im schlimmsten Fall einen Austausch erforderlich machen. «Zeit ist für Flottenmanager*innen die wertvollste Ressource», erklärt Tony Zeal, Training Manager bei CTEK. Ein Batterieausfall könne nicht nur direkte Kosten verursachen, sondern auch Lieferungen, Termine und die Kundenzufriedenheit beeinträchtigen.
CTEK plädiert deshalb für einen Wechsel von der reaktiven zur präventiven Batteriepflege. «So wie ein Fuhrparkbetreibende Serviceintervalle einhalten, sollte sie auch die Batterien regelmässig prüfen und laden», sagt Zeal. Tests von CTEK hätten gezeigt, dass regelmässiges Laden die Lebensdauer einer Batterie verdreifachen könne.
Für den gewerblichen Einsatz bietet CTEK unter anderem die PRO60 und PRO120 an. Die vollautomatischen Geräte analysieren die Batterie selbstständig und passen den Ladevorgang an. Im Versorgungsmodus liefern sie eine konstante Spannung in 0,1-Volt-Schritten zwischen 12,6 und 14,8 Volt. Damit eignen sie sich auch für Anwendungen, bei denen eine stabile Stromversorgung der Fahrzeugelektronik erforderlich ist.
Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen dem normalen Laden und dem Batteriesupport bei Diagnose- oder Softwarearbeiten. Ein herkömmliches Ladegerät ist laut CTEK nicht dafür ausgelegt, während einer Fahrzeugdiagnose oder beim Software-Flashen eine konstante Spannung bereitzustellen. Schwankende Batteriespannungen können Fehlermeldungen verursachen und im schlimmsten Fall Steuergeräte beschädigen.
Auch die Einsatzbedingungen spielen eine Rolle. Die CTEK PRO-Geräte verfügen über ein IP64-geschütztes Gehäuse sowie eine lüfterlose Konvektionskühlung. Verpolungs- und Überspannungsschutz sollen zudem die tägliche Anwendung sicherer machen.
Besondere Anforderungen gelten bei Einsatzfahrzeugen mit 24-Volt-Bordnetzen. Bei Rettungsdiensten und Feuerwehren müssen die Batterien nicht nur den Motor starten, sondern im Stand auch Funktechnik, GPS und teilweise medizinische Geräte versorgen. Eine systematische Ladung über Nacht soll hier die Einsatzbereitschaft sicherstellen.
Für die kommende Wintersaison empfiehlt CTEK fünf Massnahmen: Verantwortlichkeiten für die Lade-Checks festlegen, den Zustand der Batterien systematisch prüfen, Mitarbeitende für das Thema sensibilisieren, genügend professionelle Ladegeräte bereitstellen und die Messergebnisse dokumentieren. So lassen sich Schwachstellen frühzeitig erkennen und ungeplante Standzeiten vermeiden.
Für Flottenbetreiber wird Batteriemanagement damit zu einem Bestandteil der regulären Fahrzeugpflege. Ziel ist nicht nur, den klassischen Moment zu verhindern, in dem ein Fahrzeug «nicht anspringt», sondern Ausfälle bereits im Vorfeld zu vermeiden.




