DATAFORCE-STUDIE: Firmenwagengeschäft bleibt unter Druck
Posted by: Fabio Simeon
Zum Jahresende hin bewegte sich der Schweizer Personenwagen-Markt weiter leicht unter Vorjahresniveau. Im November lag das Minus bei den Neuimmatrikulationen bei 2,7 Prozent. Kumuliert über die ersten 11 Monate gab der Schweizer Markt um 3,5 Prozent nach.
Die leichte Stabilisierung im Jahresverlauf geht dabei vor allem auf eine Belebung der privaten Nachfrage zurück. Dank eines Zuwachses von 2,7 Prozent im November bewegen sich die Immatrikulationen kumuliert nun nahezu auf Vorjahresniveau (-0,2 %). Die gewerblichen Kanäle sind dagegen weiterhin unter Druck. Die Eigenzulassungen der Importeure und des Handels sackten im November um 14,7 Prozent ab, Vermieter liessen 2,7 Prozent weniger PW zu als vor einem Jahr. Auch das Geschäft mit Firmenwagen zeigt noch keine Anzeichen einer Erholung und gab um 6,1 Prozent nach.
Stabilisierung bei Skoda, Kleinwagen Gewinner des Monats
Kommen wir nun zur Marken- und Modellbetrachtung im Firmenwagensegment. Marktführer Skoda hat sich im November stabilisiert (+2 %), liegt aber kumuliert noch 12 Prozent hinter dem Vorjahresniveau. Im abgelaufenen Monat war der Enyaq (212 Einheiten) in Fuhrparks stärker nachgefragt als der Octavia (170). Platz drei belegt der in diesem Jahr lancierte Elroq (160). Für VW (+12 %) als Nummer zwei bleibt der Tiguan mit 163 Einheiten das wichtigste Modell. Anders als in Deutschland oder Österreich konnte der ID.7 (29) noch nicht richtig Fuss fassen. BMW rutschte im November mit einem Minus von 23 Prozent auf den dritten Platz ab. Während der X3 stark nachgefragt wurde (122 Einheiten, +100%), verliert der X1 als Topmodell des letzten Jahres deutlich an Boden (102 Einheiten, -44 %). Erfolge im Flottenmarkt feierten im November dagegen Toyota (283 Einheiten, +16%), Citroen (89, 218%) sowie Opel (84, +65%). Toyotas B-Segment Lineup (Aygo X, Yaris, Yaris Cross) machte im November 72 Prozent der Flottenverkäufe aus. Auch Citroen (C3, Berlingo) und Opel (Frontera, Corsa, Mokka) konzentrierten sich auf Kleinwagen.
Ausblick auf 2026
Für 2026 sind keine grossen wirtschaftlichen Impulse zu erwarten. Die sehr niedrige Inflation und günstige Zinsen stehen einer Stagnation bei den Exporten gegenüber. Jedoch wird sich der Markt besser als 2025 an die strengeren CO2-Ziele und die Automobilsteuer für E-Fahrzeuge anpassen. Anders als im Übergang 2024/25 gibt es auch keine vorgezogenen Käufe, die die Bilanz des Folgejahres belasten. Daher erwartet Dataforce ein leichtes Marktwachstum von etwa 3 Prozent auf 240‘000 Pkw. Bei den Firmenwagen werden die neuen, reichweitenstärkeren Elektromodelle den Absatz ankurbeln, so dass sich das Marktvolumen leicht auf 60‘000 verbessert.
Quelle: Dataforce
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