28. Februar 2017

Alfa Romeo Stelvio: Erste Fahrt aufs Stilfser Joch

Alfa Romeo wagt mit dem Stelvio erstmals einen Ausflug in die Welt der SUV. Wir sind den italienischen Newcomer bereits gefahren – auf der namensgebenden Strada Statale 38 dello Stelvio.

Alfa Romeo Stelvio: Erste Fahrt aufs Stilfser Joch

Text: Rafael Künzle
 

 

Wenn das prestigeträchtige fünf Sterne Kulm Hotel in St.Moritz den roten Teppich ausrollt, einen pompösen Holzpavillion hinstellt und selbst der Bürgermeister sich die Ehre gibt, muss der Gast etwas Besonderes sein. Und tatsächlich: mit dem neuen Stelvio präsentiert Alfa Romeo den ersten SUV in der über 100-jährigen Geschichte des Turiner Automobilkonzerns. Dass die Italiener ausgerechnet im Bündner Nobelort auf 1800 Meter über Meer ihren jüngsten Spross von der Leine lassen, ist indes kein Zufall: mit dem Stelvio will auch Alfa Romeo hoch hinaus und dabei soll vornehmlich die Premiumkundschaft zurück hinters Lenkrad gelotst werden. Zudem liegt auch das Stilfser Joch, der höchste asphaltierte Pass in den italienischen Alpen mit der namensgebenden Strada Statale 38 dello Stelvio in unmittelbarer Nähe. Doch bevor wir die 75 Spitzkehren sowie Steigungen von über sieben Prozent bis zur Passhöhe auf 2758 Metern unter die Räder nehmen, nehmen wir den Stelvio erstmals unter die Lupe.
 

 

Im Vergleich zur in L.A gezeigten Quadrifoglio-Ausführung, wirkt der Stelvio ohne mächtige Lufteinlässe und Carbonelemente deutlich braver, zumindest von vorne. Die seitliche Linienführung des 4,69 Meter langen SUV blieb weitestgehend unangetastet, während am Heck zwei anstatt vier Endrohre prangern. Einen sportlichen Eindruck hinterlässt der auf der neuen Giulia basierende SUV aber allemal. Die Sitzposition (+12 cm) sowie die Bodenfreiheit (+6,5 cm) wurde im Vergleich zur Limousine erhöht, und auch der Kofferraum fasst mit 525 bis 1600 Litern deutlich mehr. Üppig sind auch die Platzverhältnisse für die Insassen: Alfa Romeo spricht von der ausgiebigsten Kopffreiheit im Fond. Ansonsten wurde das Interieur inklusive Elemente wie dem zentralen Drehschalter, drei Fahrmodi oder dem langgezogenen 6,5 bis 8,8-Zoll Monitor vom Schwesternmodell übernommen.
 

 

Dies gilt auch für die Aggregate: Zum Marktstart gibt’s einen 2.2-Liter Selbstzünder mit 210 PS sowie einen 2,0-Liter Benziner mit 280 PS – weitere Aggregate wie die 510 PS-Topversion Quadrifoglio folgen. Die Sortierung der Gänge übernimmt stets die 8-Gang-Automatik aus dem Hause ZF, während der der Q4 genannte Allradantrieb für ein reibungsloses Umschalten von Heck auf 4x4 sorgt. Vor allem der kräftige Benziner hinterliess auf unserer Tour aufs Stilfserjoch einen sportlichen Eindruck (0 bis 100 km/h in 5,7 Sekunden), was nicht zuletzt am geringen Gewicht (1604 bis 1660 kg), der optimalen Gewichtsverteilung von 50:50 sowie der direkten Lenkung liegt. Das Dieselaggregat überzeugt in erster Linie als sanfter Gleiter (0 bis 100 km/h in 6,6 Sekunden), kam in den zahlreichen Spitzkehren aber etwas ausser Atem. Doch wer prügelt einen SUV im Alltag schon auf den zweithöchsten Pass Europas? Ins Schwitzen dürften auch die Alfa Romeo Händler kommen, wenn der Stelvio (Diesel für 54’150 Franken sowie Benziner für 57’950 Franken) Anfang März anrollt. Zudem gibt’s den Benziner als exklusive First Edition (64'900 Franken) mit üppiger Ausstattung.
 

 

www.alfaromeo.ch

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